Taiwan ist eine Reise wert!

Das konnten wir sehr schnell feststellen und waren gleichzeitig traurig, dass wir das erst so kurz vor dem Ende unseres Aufenthaltes in China festgestellt haben.Der erste Eindruck den wir gewinnen konnten, erinnerte uns an unser geliebtes Japan. Damit war der Bann gebrochen und wir waren auf Genießen eingestellt. Ein freundlicher Amerikaner, der in Taipei lebt hat uns gleich vom Flughafen mit in die Stadt genommen und in ein Hotel gebracht. Eigentlich ist uns diese Art von Hotel zu teuer, aber wir dachten, dass wir nur eine Nacht bleiben und so haben wir es genommen. Wir haben dann gleich Taipei unsicher gemacht. Für diesen Nachmittag haben wir uns den 101 vorgenommen. Er ist immer noch das höchste Gebäude mitkommerzieller Nutzung. Hier findet ihr ein paar Bilder und bekommt einen Eindruck von dieser technischen Meisterleistung. 101 – Bildergalerie

Im Hotel wieder angekommen haben wir das Zimmer (es war vom feinsten, der Preis also gerechtfertigt) in Beschlag genommen und sind gleich weiter auf den Shilin Nachtmarkt, wo wir uns die einheimischen Gerichte schmecken ließen

Wie sich herausstellte war das Hotel eine gute Entscheidung, da uns der Taifun in Taipei festgesetzt hat und wir um eine Nacht verlängern mussten. Keine Chance auf Weiterreise. Leider mussten wir auch feststellen, dass bei einem Taifun Museen und Geschäfte schließen. Am nächsten Morgen (Sonntag) ging dann gar nichts mehr. Wir haben am Vormittag noch einen Spaziergang zu einem nahe gelegenen Tempel gemacht. Das Backmuseum hatte leider zu und nach dem Mittag nahm der Wind so stark zu, dass der Weg zum Hotel langsam gefährlich wurde. Auf der Brücke musste mich Fred richtig festhalten. Ja und dann haben wir im Hotel gesessen und ab und zu nach draußen geschaut und den Sturm beobachtet. Ein super schweres Sudoku und ein deutscher Film im taiwanesischen Fernsehen hat uns die Zeit vertrieben.

Am Montag Morgen sind wir dann zum Hauptbahnhof gefahren, um von dort aus einen Zug nach Süden zum Taroko Nationalpark zu nehmen. Wir waren um 10 Uhr am Fahrkartenschalter und erhielten die Auskunft dass vor 13 Uhr gar nichts geht. Die Züge fingen gerade wieder an zu fahren, je nach dem wie schnell die Lockführer zur Stelle waren. Wir sind dann endlich gegen 15 Uhr in den Zug in Richtung Hualien gestiegen. In Sincheng (nahe dem Eingang zum Nationalpark) haben wir in einer kleinen Herberge für wenig Geld geschlafen. Das Zimmer war ohne Fenster aber sauber und ordentlich und mit Bad. Das Abendbrot haben wir uns in einer kleinen Straßengaststätte schmecken lassen. Alles ganz einfach und dennoch gut.

Unser chinesisches Frühstück (Dienstag) haben wir gleich an der Bushaltestelle bekommen. Es gab Mantou (so etwas wie Hefeklöße) und Sojamilch. Da wir nach dem Bus gefragt haben, passten wieder viele Leute auf uns auf und setzten uns in den richtigen Bus. Nach ein paar kleinen Proviant Einkäufen haben wir uns von Taroko aus auf den Weg gemacht, natürlich zu Fuß. Man kann in der Taroko Schlucht leider nur die Straße entlang laufen, da aber nach dem Taifun nicht viele Autos unterwegs waren, hat das nicht weiter gestört. Den ersten Tag haben wir uns den „Eternal Spring Shrine“ angesehen und haben immer wieder mit Begeisterung auf den Liwu Fluss geschaut, der nach dem Taifun zu einem reißenden Strom geworden ist und viel Schwebstoffe aus den Bergen mit sich führte. Besonders eindrucksvoll waren die Stellen an denen die vielen kleinen Seitenarme mit ihrem klaren Wasser in den Liwu fließen. An einer Straßenkreuzung haben wir uns nach 10 gelaufenen km entschieden lieber noch drei Kilometer den Berg hoch zu laufen, um in Pulowan zu übernachten, als weitere 12 km zur nächsten Übernachtungsmöglichkeit. Wir haben im „Leader Village“ Station gemacht. Hier kann man einiges zu der Volksgruppe der Taroko erfahren und in Bloghütten im japanischen Stil sehr schön übernachten.
(http://www.leaderhotel.com/)

Der nächste Tag (Mittwoch) führte uns einen schönen Waldweg zurück in die Schlucht direkt zum Eingang der gesperrten „Swallow Grotto“. Einem eindrucksvollen Höhlenweg entlang des Liwu Flusses, der nach einem Taifun aus Sicherheitsgründen gesperrt wird. Von hier hat man einen wunderschönen Blick in die Schlucht und kann die tiefen Einschnitte in den Berg bewundern. Wichtig zu wissen ist, dass nach einem Taifun lose gewordenes Gestein in die Schlucht stürzen kann. Also dicht am Berg laufen!!! Ein weiterer Höhepunkt auf unserem Weg war der „Tunnel of Nine Turns“. Auch gesperrt und deshalb von den Bustouristen nicht genutzt, was uns eine entspannte Wanderung bot. Durch die gewundene Straßenführung gibt der Tunnelweg einen eindrucksvollen Einblick in die Schlucht. Wir haben die gepflegte Natur und die Ruhe genossen. In Tienshiang endete unsere Wanderung nach insgesamt 22 gelaufenen km durch die Taroko Schlucht. Den Abschluss für diesen Tag bildete der „Siangde Tempel“. Am faszinierensten sind die beiden weit sichtbaren Buddhastatuen.(http://www.taroko.gov.tw/English/) Unsere Eindrücke findet ihr hier wieder: Bildergalerie Taroko Schlucht! Übernachtungsmöglichkeiten gibt es hier neben dem „Grand Formosa Hotel“ das preiswertere „Tienhsiang Youth Activity Center“ (http://cyctsyac.myweb.hinet.net/) wo man auch gut und preiswert essen kann und eine katholische Nonnenstation, wo wir übernachtet haben.

Am Donnerstag sind wir dann mit dem Bus nach Hualien. Dort haben wir unseren kurzen Aufenthalt zum Probieren der heimischen Spezialitäten genutzt. Uns haben das Gebäck aus Süßkartoffeln und die Bian Shi Teigtaschen besonders gut geschmeckt. Am frühen Nachmittag ging es dann auf nach Jinshan wo wir gegen 8 Uhr abends eintrafen. Wir haben wieder gleich an der Straße gegessen. Mit der Frage nach einer preiswerten Übernachtung haben wir eine heiße Diskusion entfacht und eine nette Begleitung in ein naheliegendes Hotel bekommen.

Der Freitag war ganz ausgefüllt mit der Besichtigung des Geoparks in Yehliu. Was die Erosion in Milionen von Jahren für bizare Steinformationen hervorgebracht hat, lässt sich nur schwer beschreiben und können auch Bilder nur schwer wiedergeben. Hier unsere Eindrücke: Bildergaleri Yeliu Jiofen Die Webseite vom Geopark ist leider nur in Chinesich. Eines sei noch gesagt. Am schönsten wird es, wenn man weiter als die meissten Touristen geht. Uns hat vor allem die Architektur fasziniert – von der Natur geschaffene streng geometrische Formen. Am Abend ging es dann noch nach Jiofen einem alten am Berg gelegenen Minendorf. Weil Fred ein paar junge Koreanerinnen auf einen Frosch am Eingang eines Minenstollens aufmerksam machte, bekamen wir noch am selben Abend gemeinsam eine Führung zu den wirklich interessanten Plätzen des, ansonsten sehr touristischen, Ortes.

Ein Frühstück war am Sonnabend nur außerhalb der vielen Souvenierlädchen zu bekommen. Mit dem Bus ging es nun zurück nach Taipei. Ein Besuch bei einem Freund bildete den Abschluss einer wiedermal viel zu kurzen Reise durch einige wenige Plätze Taiwans. Am Sonntag sind wir zurück nach China geflogen.

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