Stralsund – Lagan (Schweden) (29.04.-05.05.)

29.04.2009

Wir nutzen die Zeit bei Eike und Ina um den zweiten Eintrag in den Blog zu bekommen, ein paar Mails zu beantworten, unsere nächste Etappe zu planen und die Fähre nach Trelleborg online zu buchen. Dann haben wir noch ein wenig die Altstadt von Stralsund unsicher gemacht und natürlich Matches Hering in der Fischhalle gegessen. Abends haben sich die beiden wieder selbst übertroffen und uns einen Fisch (habe den Namen schon wieder vergessen) mit grünen Gräten serviert. Echt lecker!

Franziskanerkloster0001 Fischhalle_Stralsund0001

30.04.2009

Stralsund – Rügendamm – Güstow – Poseritz – Garz – Putbus – Posewald – Zirkow – Kikut – Prora – Neu Mukran – Sassnitz
Entfernung: 64 km – Zeit: 5 Stunden 15 Minuten – Durchschnitt: 12 km/h

Gegen 9 Uhr brechen wir bei Eike auf. Wir nehmen die uns bekannte alte Bäderstraße und fahren eine mir gut bekannte Straße. Es ist kühl und sonnig aber ein starker Wind von vorn läßt nicht viel Freude aufkommen. Die vielen „Berge“ noch dazu lassen uns um jeden Meter kämpfen. In Garz haben wir beim Becker Köpke, den ich schon aus meiner Kindheit kenne Mittag gegessen. Dann ging es weiter in Richtung Putbus wo wir direkt am Wildpark entlang gefahren sind. Der Nachmittag ist immer viel schwieriger als der Vormittag. Irgendwie reicht die Kraft nachmittags nicht mehr sehr weit. Wir wollten eigentlich noch nach Sassnitz reinfahren, haben dies aber dann aufgegeben. Maren war am Ende ihrer Kräfte für diesen Tag angekommen. So haben wir erstmal beim Bäcker Kaffee getrunken und gleich bei Lidl eingekauft. Ca. 1 km vom Fährhafen entfernt haben wir an einem Waldrand gezeltet.

01.05.2009

Sassnitz – Fährhafen – Trelleborg – Kämpingen
Entfernung: 27 km – Zeit: 2 Stunden – Durchschnitt: 13,5 km/h

Gegen 11 sind wir fertig mit Frühstücken und Zelt verstauen. Wir holen uns noch bei netten Leuten etwas Trinkwasser und schon geht es los zur Fähre. 12 Uhr 45 soll die Fähre losfahren, fährt aber erst 13 Uhr 30. Trotzdem kommt sie, wie geplant, 16:30 in Trelleborg an. Auf der Fähre treffen wir Ralf und Gunnar. Wir quatschen die ganz Zeit an Bord und so wird die Überfahrt nicht lang. Mit guten Wünschen und einer Empfehlung für die Nacht verabschieden sich die beiden von uns. Auch euch einen schönen Urlaub. Wir bauen das Zelt direkt am Strand von Kämpingen auf. Es ist wunderschön und wir genießen sogar noch einen schönen Sonnenuntergang am Meer.

Kaempingen0001 Sonnenuntergang_Kaempingen0001

02.05.2009

Kämpingen – Malmö – Arlöv – Akrap – Lund – Gärdstänga
Entfernung: 68 km – Zeit: 5 Stunden 5 Minuten – Durchschnitt: 13,4 km/h

Als wir aufwachen ist es kalt. Auf dem Zelt liegt Raureif und Fred ist wieder in den Schlafsack gekrochen. Ich habe den Tag irgendwie Bauchschmerzen und komme schlecht in Gang. Wir haben wieder Sonnenschein und Wind von vorn und kämpfen uns voran. In Malmö tauschen wir Geld und kauften Lebensmittel ein. Weiter ging es immer in Richtung Norden. Die Schweden sind sehr entgegenkommend und wir bekommen Wasser ganz ohne Probleme von jedermann. Leider bin ich schnell ziemlich von der Rolle und quäle mich. An einem großen Bauernhof beschließen wir nach einem Platz für unser Zelt zu fragen. Also schlafen wir unsere zweite Nacht auf einem schwedischen Bauernhof.

03.05.2009

Gärdstänga – Eslöv – Stockamöllan – Röstänga – Ljungbyheo – Söderåsen Nationalpark – Tostrap (Hochmoorsee)
Entfernung: 68 km – Zeit: 4 Stunden 55 Minuten – Durchschnitt: 13,9 km/h

Heute geht es mir besser und wir beginnen den Tag frohen Mutes. Wir kommen gut voran obwohl es auch hier wieder bergig ist. Bis Mittag haben wir schon 38 km geschafft. Mittag essen wir auf einem Holzlagerplatz. Weiter geht es bei Sonnenschein die Straße auf und ab. Unterwegs begegnen wir vielen älteren Herrschaften in Oldtimern die in Stockamöllan Rast machen. Kurze Zeit später fragen wir bei Lars und seiner Schwester nach dem Weg. Er gibt uns den Tipp vom Nationalpark Söderåsen. Dazu müssen wir ca. 2 km zurückfahren, aber das lohnt sich. Um die versprochene Aussicht zu genießen müssen wir ca. 90 Höhenmeter überwinden. Wir haben unsere Räder mit all dem Gepäck die meißten Serpentinen des Nationalparks hoch geschoben (2,5 km). Das war ein schweres Stück Arbeit, aber es hat sich gelohnt. Auf dem Hochplateau fanden wir nicht nur die versprochene herrliche Aussicht sondern auch einen schönen Platz für eine ausgibige Pause.

Soedersasen_Nationalpark0001

Die Fahrt runter haben wir verdienter Maßen genossen. Weiter geht es zu einem See bei Tostrap. Das Wasser in diesem Hochmoorsee ist klar und so beschließen wir zu duschen. Fred hat sich ins Wasser gestellt und sich einfach gewaschen, mir war das zu kalt. Von einem Steg der zu zwei Wochenendhäusern gehörte habe ich mich mit geschöpftem Wasser gewaschen. Wir hatten den ganzen See für uns allein, so dass wir alles richtig genießen konnten. Natürlich war es kalt und ich habe mich schnell wieder angezogen und dann auf den Steg gelegt und kopfüber Haare gewaschen. Nun war es Zeit für das Abendessen. Es gab Nudeln mit Campions, Möhren, Zwiebeln und Chilitomatensoße aus dem Wok.

Nudeln_mit_Chilli_0001

Gegen 20 Uhr fängt es an zu regnen und wir ziehen uns ins Zelt zurück. Der feine Landregen tut der Natur sicher gut und Regen in der Nacht stört uns nicht.
Thanks a lot, Lars! We really enjoy the nice view in the Söderåsen Nationalpark. It was quit a hard work to come up with all our bags on the bike. But finally we find a nice place and like it very much.

04.05.2009

Tostrap – Oderljunga – Bälingen – Skånes-Fagerhult – Markaryd – Strömsnäsbruk – Traryd
Entfernung: 65 km – Zeit: 4 Stunden 37 Minuten – Durchschnitt: 14 km/h

Gegen 6 Uhr springt Fred auf einmal aus dem Schlafsack und rennt zum See um wunderschönen Moment festzuhalten. Ein tolles Lichtspiel vor dem wieder einsetzenden Regen.

Hochmoorsee_am_Morgen0001

Wir haben nur eine kurze Zeit ohne Regen, die wir zum Frühstücken nutzen. Schließlich packen wir das Zelt im Regen zusammen und fahren los. Es ist kalt und der Regen hält sich bis nach dem Mittag. In Markaryd halten wir an und essen Mittag. Als wir losfahren wollen fängt es sogar an zu hageln. Dann wird es durchwachsen und die Sonne läßt sich sogar ein paar mal blicken. Unterwegs werden wir von einem Mann angehalten, der wissen wollte wo es hin geht. Er war selbst schon am Nordkapp mit dem Fahrrad und beschreibt uns die beste Route dort hin. Wir ändern darauf hin unseren Plan und setzen unsere Fahrt auf der R1 der alten Reichsstraße fort. Heute zelten wir an einem See nahe dem Ort Traryd. Wir sind schon um 17 Uhr an unserem Platz für die Nacht und stellen als erstes das völlig durchgeweichte Zelt auf. Schnell noch ein paar Sachen waschen mit der Chance es trocken zu bekommen. Der Wind pustet das Zelt und ein Teil der Wäsche trocken und wir schauen bei einem schönen heißen Tee zu. Anschließend bereiten wir unser Abendessen, Reis mit Linsen, Tomaten, Zwiebeln und Knobi. Ich habe sogar ein Thaigewürz dazu gekauft und es hat lecker geschmeckt.

05.05.2009

Traryd – Hammeda – Ljungby – Lagan
Entfernung: 46 km – Zeit: 3 Stunden – Durchschnitt: 15,3 km/h

In der Nacht fängt es an zu regnen und Fred rettet noch schnell unsere Wäsche. Es regnet auch noch am Morgen und wir haben keine Lust aufzustehen. Um 8 Uhr 30 gibt es erst mal ein gemütliches Frühstück im Bett – noch ohne Tee, denn es regnet stark. Später wird bei Nieselregen Tee gekocht und wir genießen den heißen Tee im Zelt. Diesmal bauen wir erst das Innenzelt ab und verstauen es in einer Tüte. Erst gegen 12 Uhr kommen wir los. Es regnet noch immer und Besserung ist nicht in Sicht. Wir fahren weiter auf der wunderschönen R1 und genießen trotz Regen die Natur und die kleinen Orte. Alles ist so schön angelegt und uns gefallen die Holzhäuser in rotbraun, blau und gelb. In Ljungby essen wir verspätet Mittag und gehen ins Infozentrum und fragen nach einem Hostel. Noch 7 km bis Lagan und wir schlafen die Nacht in Betten. Nun noch schnell ins Internetcafé und etwas für euch hochgeladen.

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3 Antworten auf Stralsund – Lagan (Schweden) (29.04.-05.05.)

  1. Ulla sagt:

    Tapfer, tapfer wo seid ihr inzwischen? Leider wenig Bilder, aber das kommt bestimmt noch. Tschüs und weiterhin Rückenwind wünscht Euch Ulla

  2. Jörg Schreitter sagt:

    Hi Maren, hi Fred,

    schoen zu lesen, dass ihr bereits diverse Fahrradetappen Richtung Nordkap hinter euch habt. Hoffe, die strapazierten Backen haben sich mittlerweile gut angepasst. So macht es bestimmt jeden Tag mehr Spass.
    Hat es einen speziellen Grund, dass ihr die Reihenfolge der Eintraege nun von oben nach unten macht? Oder vielleicht passierts, ohne dass es Absicht ist und ihr seid dankbar fuer den Hinweis.
    Bei uns z.Zt. typisch deutsches Leben: Elfi u ich gehen arbeiten, JD den ganzen Tag in die Schule, am Abend ist man muede und die Wochen fliegen dahin. In dem Sinn, geniest eure Tour, wer weiss was noch alles kommt.
    Glueck auf, euer Joerg

  3. Maren sagt:

    Hi Jörg und Elfi,

    ja man gewöhnt sich an das viele fahren, aber nicht an das rauf und runter in den Straßen und auch nicht an den Wind aus Norden. Das mit den Einträgen hat den Grund, dass wir ja so selten ins Internet kommen und wir dann immer gleich mehrere Einträge mit einmal hoch laden. Für den der immer auf dem laufenden ist, dürfte das ja kein Problem darstellen, oder stört es sehr? Vielleicht schreiben wir sie ja in Zukunft anders herum, wir denken mal drüber nach.
    Ganz liebe Grüße an die arbeitende Bevölkerung
    Maren und Fred

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