Lagan – Frediksberg (06.-15.05.2009)

Ja lang ist es her, doch nun melden wir uns wieder! Es ist schwierig in Schweden mit dem Internet die Hostels haben hier normaler Weise kein Internet. Da wir ja auch meißtens irgendwo im Wald am See schlafen, sind wir fernab von allem. Hier also eine geballte Ladung! Zu bemerken sei noch, dass die Durchschnittsgeschwindigkeit sich natürlich auch aus den hochgelaufenen Bergen und Zeltplatzsuche auf Waldwegen zusammensetzt. Also keine falschen Schlussfolgerungen!

06.05.2009

Lagan – Tofta

Entfernung: 19 km – Zeit: 1,5 Stunden – Durchschnitt: 12,6 km/h

Wir sitzen fest in einem nicht so schönen Hostel, was eigentlich eine Bauarbeiterunterkunft ist und warten auf das Ende des Regens. Mittags sieht es recht gut aus und Fred fährt los einiges fürs Essen zu holen. Wollen noch kochen und dann los fahren. Ich sitze und nähe große Logos auf unsere schwarzen Radlershirts. Der Regen startet erneut und Fred kommt völlig durchnäßt zurück. Erst gegen 16 Uhr 30 haben wir uns aufgemacht. Die Wolkendecke war aufgerissen und die Sonne lugte sogar hervor.

MIL_Stein0001An der R1 entlang gibt es interessante Grabhügelfelder, die aus dem Jahre 500 bis 1050 stammen. Wir genießen die abwechslungsreiche Natur aus Feldern, Wiesen, Wald und Seen. Da wir lange an einem See entlang fahren, ist die Straße recht eben und es macht Spaß zu fahren. Wir halten sogar um Fotos zu machen und uns eine Kirchenruine anzusehen. Am Wegesrand finden wir noch ganz alte Markierungen. Auf ihnen wird eine Maßeinheit verwendet die Mil heißt. 1 Mil = 10 km.

Eine dicke Regenwolke läßt uns hektisch nach einem Platz für unser Zelt Ausschau halten. Leider ist der Regen schneller und bringt sogar 3-5 mm große Hagelkörner mit sich. Kurze Zeit später scheint wieder die Sonne und wir finden unseren Schlafplatz, direkt am See. Diesmal nehmen wir unsere dünnen Seidenschlafsäcke als Inlet um Nachts endlich mal keine kalten Füße zu haben.

07.05.2009

Tofta – Tannö – Värnamo – Klevshult – Skillingaryd – Pålskog

Entfernung: 56 km – Zeit: 4 Stunden 5 Minuten – Durchschnitt: 14 km/h

Wir haben gut geschlafen, mit warmen Füßen, obwohl es sehr kalt war die Nacht. Regen und nichts als Regen den vierten Tag. Dabei sah es heute morgen so gut aus und Fred ist bei klarem Himmel schon 5 Uhr 30 wach gewesen und hat mich um 6 Uhr schon mit Tee verwöhnt. 6 Uhr 30 gab es Frühstück und um 7 Uhr war der Regen wieder da. Wir sind einfach wieder in die Schlafsäcke gekrochen. Leider half kein Warten und so haben wir uns um 9 Uhr bei Regen auf den Weg gemacht. Wir kommen recht gut voran, trotz Nieselregen. Ca. 6 km vor Värnamo geht auf einmal der Tacho, nein Fahradcomputer 😉 , kaputt. Fred versucht ihn gleich zu reparieren. Aber ohne Erfolg. So fahren wir bis Värnamo ohne Tacho. Die Angaben für heute sind also nicht ganz so exakt. In Värnamo kann Fred mit Hilfe eines Fahrradhändlers den Schaden beheben. Weiter gehts bei gleichmäßigem Nieselregen die R1 entlang. Unterwegs gibt es Käsebrot mit Gurke. Es wird immer ungemütlicher und wir sind durchgefrohren. In Skillingaryd kaufen wir fürs Abendessen ein und fahren nach Pålskog zu einer Schmiede, die Fred in einer Broschüre gefunden hatte. Die letzten 9 km schlauchen uns sehr. Es geht bergauf und bergab. Die Kraft ist raus. Der naß kalte Tag fordert Opfer. Ziemlich fertig kommen wir bei Schmiede an. Wir werden sehr freundlich von Familie Hansson aufgenommen. Sie zeigen uns nicht nur die Schmiede und beantworten alle Fragen, sondern laden uns für diese Nacht in ihr schönes Ferienhaus ein. So ein Holzbeheizter Kaminofen ist eine schöne Abwechslung zum kalten Zelt. (www.palskogsmide.se)

08.05.2009

Pålskog – Bratteborg – Lovsjö – Branarp – Jönkoping – Bus Stop Skidbacken (1 km vor Bankeryd)

Entfernung: 69 km – Zeit: 5 Stunden – Durchschnitt: 13,8 km/h

Branarp_Glockenturm0001Es ist kühl bewölkt und wir setzen uns in Bewegung nach Jönkoping und kommen gut voran. Kurz vor Jönkoping halten wir noch mal an um diesen interessanten Glockenturm in Barnarp zu fotografieren.

Bis 15 Uhr ist es auch trocken und wir genießen die Fahrt. In Jönkoping gönnen wir uns einen Kaffee und sitzen gemütlich und genießen eine Pause. Jönkoping ist die erste Stadt am Vättern See die wir erreichen. Wir machen uns schlau was es zu sehen gibt und suchen nach einem Museum für Handwerkskunst. Dabei landen in einem Einkaufszentrum und stoßen lediglich auf einen Handarbeitsladen. Mit einmal geht ein Platzregen mit Gewitter los und stellen uns unter. Jönkoping hat ein schönes Streichholzmuseum, was heute leider geschlossen ist. Nach einem Einkauf machen wir uns zu unserem heutigen Schlafplatz. Das Zelt bauen wir bei Regen auf. Als es endlich aufhört kochen wir und Fred sorgt für ein Lagerfeuer.

09.05.2009

Bankeryd – Harbo – Gustav Adolf – Rödån – Haldetorp – Hjällo

Entfernung: 58 km – Zeit: 4 Stunden 25 Minuten – Durchschnitt: 13,2 km/h

Gegen 10 Uhr fahren wir los. Gegen den Wind kommen wir nur schwer an. Wenn er von vorn kommt zwingt er uns manchmal in den Stand und von der Seite schafft drückt er uns rüber. Wir haben uns für heute einen kleinen Abstecher zu einer besonderen Holzkirche vorgenommen. Die Kirche soll in der Nähe von Habo liegen. Noch vor Habo finden wir diese kleine Kirche auf einem Friedhof. Das ist die Fiskebäcker Kapell!

Friskebaeck__Kirche_001

In Habo essen wir Mittag. Plötzlich setzte ein starker Regen ein, so dass wir uns von unserer Bank schnell in eine offene Garage flüchten. Auf dem Weg zur Kirche sehen wir unsere ersten Elche. Leider hat Fred die Kamera nicht so schnell zur Hand und es gibt kein Foto. Der Weg ist beschwerlich, es geht ständig rauf und runter. Als wir in Gustav Adolf ankommen, sind wir ziemlich k.o. Dort steht die tolle Holzkirche.

Gustav_Adolv_Kirche0001

Leider sind die Kirchen hier meißtens geschlossen, so dass wir sie nur von außen ansehen können. Wir wollten eigentlich noch eine alte Wolfsfalle anschauen, aber keiner wußte so genau wo das ist und da setzte wieder Regen ein. Der starker Wind aus Norden setzt uns außerdem zu. Die Suche nach einem Schlafplatz gestaltet sich schwierig und so fragen wir auf einem Bauernhof nach. Die Leute sind nett und wir schlafen direkt am See. Der Abend ist schön und wir machen die Angel fit, auf dass es bald selbst gefangenen Fisch gibt. Hier am See gibt es genügend Treibholz und so gibt es auch wieder ein Lagerfeuer. Es ist ein schöner trockner Abend und wir genießen unsere Freiheit.

Feuer_machen0001 Lagerfeuer0001

10.05.2009

Hjällo – Hjo – Grevback – Mölltrop – Karlsborg – Granvik – Tiveden Wald

Entfernung: 70 km – Zeit: 4 Stunden 37 Minuten – Durchschnitt: 15 km/h

Um 6 Uhr war wecken angesagt. Fred hat Feuer angemacht und das Frühstück vorbereitet. Die Sonne schien und wir wollten bei Zeiten los. Kurz nach dem Frühstück fing es an zu regnen. Enttäuscht sind wir wieder in die Schlafsäcke gekrochen und haben noch einmal eine Runde geschlafen. Gegen 9 Uhr hörte es auf und gegen 10 Uhr sind wir endlich los, nicht ohne ein Foto von dem Gutshaus zu schießen. Zuerst sind wir die Feldwege in der Nähe des Vättern See’s gefahren, bis wir wieder zur Straße hoch sind. Die Landschaft ist so schön mit den Wäldern, Feldern und dem See, dass wir uns gar nicht satt sehen konnten. Auf der Straße angekommen haben wir tüchtig in die Pedale getreten und die schnelle Fahrt genossen. Über weite Strecken war es möglich über 20 km/h zu fahren. So waren wir schnell in Hjo. Einer Perle von einer Kleinstadt an unserem Weg. Hier können wir uns vorstellen zu leben. Ein kleiner Ort mit Charakter und Flair. Die wunderbare alte Stadt aus Holz, die Uferpromenade mit ihren mehr als hundert jährigen Villen und der schön angelegte Stadtpark verzaubern uns.

Hjo00011

Ein altes Sprichwort sagt:“Spürtest du einmal den Sand aus Hjo zwischen deinen Zehen, so kehrst du gern zurück!“ Baden waren wir zwar nicht, aber die Atmosphäre der Stadt hat uns in ihren Bann geschlossen.
Am Hafen hat sich Fred wie ein kleiner Junge in die Lok gestellt und will nun Eike Konkurenz machen!

Eike_ich_komme0001

Total angetan sind wir, nach einem Lebensmitteleinkauf (am Sonntag sind ausgewählte Supermärkte offen), weiter gefahren. Wieder rollte es gut, so dass wir auf einen Schnitt von 16 km/h kamen. In dem Tempo sind wir bis Karlsborg gefahren. Dort trafen wir ein deutsches Pärchen aus Hamburg, die hier ein Sommerhäuschen haben. Sie empfahlen uns eine tolle Route für die Weiterfahrt. In Granvik sind wir von der Hauptstraße abgebogen und eine idyllische Straße durch das Tivedener Waldgebiet gefahren. Leider hatte diese Straße eine Tücke. Es ging ständig bergauf und bergab, so dass wir unseren hohen Schnitt nicht halten konnten. Wir fanden einen wunderschönen Lagerplatz direkt am See mit Picknick- und Feuerplatz. Auch ein Plumsklo war in der Nähe. Was ist sonst noch wichtig? Schnell das Zelt aufgebaut und die herrliche Abendsonne genossen. Zum Abendessen wurde wieder im Wok gekocht (rohte Bohnen in Chillisoße und Nudeln) und dann packte Fred das Jagdfieber. Er hat die Angel ausprobiert und gleich drei Fische gefangen, die wir uns im Wok gebraten auch gleich schmecken ließen. Nach Sonnenuntergang, gegen 21 Uhr, wurde es schnell kalt und wir haben uns ins Zelt verkrochen und geschlafen.

11.05.2009

Tivedener Wald – Tiveden Nationalpark – Stenkällegarden – Tiveden

Entfernung: 26 km – Zeit: 2 Stunden 45 Minuten – Durchschnitt: 9,5 km/h

Als Fred wach wird ist es sehr kalt und er beschließt mich schlafen zu lassen. Gegen 8 Uhr 30 werde ich wach, das Feuer brennt schon und Fred hat schon wieder 2 Fische gefangen. Wir ziehen uns mehrere Lagen übereinander und frühstücken. Das Wetter lädt nicht zum losfahren ein und so wird der Tag zum Ruhetag erklärt. Als wir gegen Mittag dann doch zusammenpacken kommt Cloeson an unserem Lagerplatz vorbei. Er ist zu Fuß unterwegs und hat sich einen zweirädrigen Karren mit einem Beckengurt am Körper befestigt. Frierend unterhalten wir uns ein wenig. Auch er ist unterwegs, weil er etwas anders machen will. Schnell stellen wir ähnliche Ansichten fest und schon trennen sich unsere Wege wieder.

Wanderkarren0001

Gegen 12 Uhr 30 fahren wir los. Die Straße geht immer noch rauf und runter und macht uns arg zu schaffen. An einem Abzweig wählen wir den Weg durch den Nationalpark, was wir später bitter bereuen. Wir können uns nur wenig auf die Natur konzentrieren, da die asphaltierte Straße mit lockerem Sand überzogen und das Fahren zur Qual wurde. In Stenkällegarden gehen wir auf einen Campingplatz und kaufen eine Kleinigkeit für unser Abendessen. Es fängt wieder an zu regnen und von hier an wechseln sich Regen und Sonnenschein ab. Der Mut sinkt, doch wir ziehen unsere Regensachen an und begeben uns wieder auf die so schwer zu befahrende Straße. Wenig später kommen wir direkt in den Nationalpark. Wir sehen unberührten Wald, mit Moos überwucherten Felsen und herrlichen alte Bäume. Die schmalen kleinen Wanderwege sind gut gekennzeichnet und nicht befestigt. Kurz nach dem wir den Nationalpark verlassen haben, läuft Fred eine Elchkuh vor die Kamera, die diesmal griffbereit war. Ein tolles Erlebnis einen Elch aus etwa 50 m Entfernung zu sehen.

Elch0001

Nach insgesamt 15 km hört die Sandstraße auf und wir fahren weiter in Richtung Tived. 5 km vor Tived überfahren wir die 1000 km Marke, was wir mit zwei Gummibärchen feiern. Ja es ist wahr, dass ich bis hier hin -zig mal über meinen Schatten springen mußte und auch viele Male meinen toten Punkt überwunden habe. Aber nun verblassen die blauen Flecke der ersten Tage langsam und ich habe mehr und mehr Spaß am Fahren. Wir erreichen Tived gegen 17 Uhr und wollen hier in der Nähe unser Lager aufbauen. Tived ist ein kleiner und zu dieser Jahreszeit noch verschlafener Ort. Er streckt sich am Unden See entlang und hat ein paar hübsche kleine Besonderheiten. Die unbemannte Touristeninformation ist in einem kleinen Häuschen untergebracht und liebevoll gestaltet. Wir tragen uns auch gleich ins Gästebuch ein. Tived wird im Sommer von vielen Touristen besucht und so sind das Café und andere Örtlichkeiten nur im Sommer geöffnet. Darüber waren wir erst ein wenig traurig, bis wir in den Dorfladen gegangen sind. Fred hat einfach nach Kaffee gefragt und schon saßen wir im zweiten Stock und haben nicht nur Kaffee getrunken, sondern auch selbstgebackene Kekse dazu gegessen. Die Dame nimmt sich viel Zeit für ihre Kunden, das merken wir sofort. Wir müssen nicht nur den selbst geräucherten Schinken probieren und ein Glas selbstgemachten Senf kaufen, sondern werden auch sofort an den Bürgermeister Helge weitervermittelt, der uns einen Platz zum Schlafen anbietet. Fred schaut sich die Übernachtungsmöglichkeit an und ich kaufe ein. Als er zurück kommt strahlt er und lacht amüsiert. Wir fahren vom Laden ca. 200 m zu einem gerodeten Waldstück direkt am See und ich kann beim besten Willen nicht die Stelle entdecken, wo wir schlafen werden. Fred führt mich zu einer Behausung wie sie die Köhler benutzen. Er ist ganz aus dem Häuschen und total begeistert. Hier zeigt sich wieder einmal wie naturverbunden er doch ist und wie weit ich manchmal davon noch entfernt bin. Ich brauche etwas Zeit mich an den Gedanken zu gewöhnen, hier zu schlafen. Aber bald fange ich an es uns gemütlich zu machen. Der Abend wird wunderschön. Wir machen Feuer in unserem „Häuschen“ und auch draußen, kochen und genießen den Sonnenuntergang über dem See. Fred versucht noch mal zu angeln und ich schreibe auf was wir heute alles erlebt haben.

Huette_bei_Helge0001

Huette_von_Helge0001

12.05.2009

Tived – Finnerödja – Nysund – Degerfors

Entfernung: 68 km – Zeit: 5 Stunden – Durchschnitt: 13,6 km/h

Wir haben prächtig geschlafen und Fred springt auch gleich noch in den See und wäscht sich. Der Unden See ist groß und kalt, aber ich traue mich auch rein. Nein nicht wie ihr denkt, nur mit den Füßen und dann von oben bis unten gewaschen. Das tut gut und jetzt gibt es Frühstück. Der Morgen verwöhnt uns mit Sonnenschein und wir genießen es. Helge kommt noch einmal vorbei. Wir sollen in sein Gästebuch schreiben und er spendiert uns noch eine Tüte Bio Müsli. Natürlich muss er auch auf unserer Flagge unterschreiben. Er ist toll und so gibt es noch ein Abschiedsfoto.

Mit_Helge0001

In dem kleinen Dorfladen kaufen wir noch einmal Brot und Schinken und trinken Kaffee. Nun geht es aber endlich los. Die ersten Kilometer fahren wir bei Sonnenschein aber wieder starkem Gegenwind. Später fängt es wieder an zu regnen. Alles zusammen zermürbt uns mächtig. Wir schaffen es bis nach Degerfors, wo wir am Strand unser Zelt aufbauen. Der Platz ist schön, nur leider keine Möglichkeit aufs Örtchen zu gehen… Ein Platz zum Feuer machen ist vorhanden und so kochen wir gleich dort.

Als Fred noch mal nach Wasser fragt kommt er mit einem Mann zurück, der eine Kamera mit sich hat. Ich bin verwundert und Fred meint wir kommen ins schwedische Fernsehen. Noch mal umziehen und vor der Kamera erzählen woher … wohin und warum … wieso. Alles ist ein bißchen komisch. Also das kleine Movie kommt ins Internet und ihr könnt es unter folgender Adresse finden: Lång cykelsemester
Und hier wurde gedreht!

Hier_fuers_TV_Sweden0001_1

13.05.2009

Degerfors – Karlskoga – Karlsdal – Campingplatz kurz vor Rockesholm am Skärjan See

Entfernung: 47 km – Zeit: 3 Stunden 21 Minuten – Durchschnitt: 14 km/h

Ich komme schwer aus dem Zelt. Es ist kühl und ich friere und komme nicht in Gang. Krise bei Ziechmanns! Sollen wir abbrechen?
Wir schlafen auf einem kleinen Campingplatz bei einem ganz netten älteren Ehepaar. Beide sind sehr überrascht über unsere Tour. Sie bringen uns Feuerholz doch Fred hat das Feuer schon in Gang. Der See ist schön und wir können einige Wasservögel beobachten. Wenn man ganz wenig zur Verfügung hat verändern sich auf einmal die Prioritäten. Ich lerne ein Plumpsklo wirklich schätzen auf dieser Tour! 😉

14.05.2009

Skärjan See – Rockesholm – Älvestorp – Grythyttan – Hällefors – Sävenfors – Sävsjöhn

Entfernung: 54,5 km – Zeit: 4 Stunden – Durchschnitt: 13,6 km/h

Der Tag startet wieder mit Regen. Da kann einem wirklich jeder Mut verloren gehen. Trotzdem wir fahren weiter und wollen es auch bis zum Nordkap tun. Der 21. Juni ist in unseren Köpfen gestrichen. Wir radeln so wie wir oder sollte ich sagen wie ich eben kann. Gabi eine liebe Freundin hat mich mal gefragt, ob diese Radtour denn auch meine Idee sei. Ja ist sie, aber ich habe sie mir nicht so schwer vorgestellt. Gegen 10 Uhr brechen wir auf und fahren als erstes nach Grythyttan. Unsere Gastgeberin hat uns diesen Ort sehr empfohlen und zurecht. Hier finden wir eine nette kleine Altstadt mit vielen teilweise über 200 Jahre alten Holzhäusern.

Grythyttan0001

Als wir die Fahrräder vor der Kirche abstellen wollen, fällt Freds Fahrradständer ab. Die Schraube ist nicht mehr in Ordnung, eine neue muss her. Wir gehen wieder ins Cafè um etwas zu Mittag zu essen. Hier in Schweden kann man sich zu seinem Gebäck oder Sandwich Kaffee bestellen und dann so viel trinken wie man mag. Das finden wir toll und nutzen es ab und zu. Wir besuchen noch eine Verkaufsausstellung für lokale Handwerkskünste und quatschen uns fest. Die Dame gefällt uns, der Ort gefällt uns und wir haben viel zu erzählen. In Hällefors kann Fred nach einigem Hin und Her eine passende Werkstatt finden und den Fahrradständer wieder anbauen. Wir fahren noch ein Stück auf einer sehr einfachen Straße, die uns durch ein Wald- und Seengebiet bringt und entdecken eine Hütte, die der von Helge sehr ähnelt. Wir schlafen also in der Hütte und jetzt kommt es mir wie Luxus vor. Wir haben einen Kamin, eine Feuerstelle zum kochen, ein Plumskloh, einen Steg zum Waschen und Holzbänke auf denen wir schlafen werden. Zum Abendessen machen wir uns Couscous mit Möhren, Kichererbsen, Zwiebeln und Tomaten und sind voll auf zufrieden. Wie einfach das Leben sein kann.

15.05.2009

Sävsjöhn – Frediksberg

Entfernung: 30 km – Zeit: 2 Stunden 28 Minuten – Durchschnitt: 12 km/h

Glücklich stehen wir gegen 6 Uhr 30 in dieser kleinen Hütte auf.

Saevsjoehn

Der See lädt ein zu einer gründlichen Wäsche ein. Das Wasser ist gar nicht so kalt wie angenommen und man fühlt sich schön erfrischt. Nach dem Frühstück fahren wir gegen 9 Uhr los. Die Straße ist eher ein Waldweg und wir kommen schwer voran. Wind von vorn, dann die vielen kleinen Steine auf der Straße und wieder geht es rauf und runter. In Frediksberg setzen wir uns geschafft auf eine Bank und essen ein paar Stullen mit Käse und Würstchen. Als wir durch den Ort fahren bemerken wir eine Jugendherberge und ich frage einfach mal nach, ob sie vielleicht Internet haben. Sie haben und wir beschließen hier zu bleiben und euch endlich mal wieder ein paar Neuigkeiten zukommen zu lassen. Auch eine Wäsche ist mal wieder fällig. Morgen wollen wir früh los und möglichst eine große Strecke fahren – so ausgeruht wie wir jetzt sind 😉

Dieser Beitrag wurde unter Mit dem Fahrrad zum Nordkap veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

2 Antworten auf Lagan – Frediksberg (06.-15.05.2009)

  1. Monika Smith sagt:

    Hallo, Maren und Fred! Lese euren Blog mit grossem Interesse. Wir haben 2 Jahre lang in Schweden gewohnt, in Soederkoeping. In Joenkoeping seid ihr unserem ehemaligem Wohnort recht nahe gekommen. Eure Fotos wecken Erinnerungen an eine wunderschoene Zeit in einem wunderschoenen Land. Bis aufs Wetter natuerlich. Ich wuensche euch viel Glueck, den Wind im Ruecken, Durchhaltevermoegen ohne Ende und viel, viel Sonnenschein!
    Lyckan till, Jenny’s Mutter aus Iowa

  2. Maren sagt:

    Hi Monika, toll von dir einen Komentar in unserem Blog zu lesen. Ja Schweden ist schön und wer weiß vielleicht finden wir hier einen Fleckchen Erde welches unseren Vorstellungen entspricht und bleiben hier. Ich hoffe Jenny geht es gut! Habe lange nichts von ihr gehört. Nun muss ich mich beeilen, damit ihr was neues zu lesen bekommt. Wir sind zur Zeit in Östersund in der Bibliothek und nutzen das Internetangebot hier. Liebe Grüße Maren und Fred

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.