Der erste Frühling!

Nun wird es aber Zeit, dass hier wieder ein Update erscheint. Wie immer ist bei uns viel los und so komme ich leider nicht so regelmäßig dazu im Blog zu schreiben. Das geht immer nur, wenn ich nicht garade Schnee schiebe, die Backstube einrichte, das Haus putze, die Buchhaltung erschaffe, Schwedisch lerne, Essen koche, Holz hole, emails beantworte oder bei irgendwelchen Behörden bin. Die Tage haben auch in Schweden nur 24 Stunden und die sind ausgefüllt bis an den Rand.  Außerdem strengt die körperliche Arbeit auch sehr an. Ich habe noch nie in meinem Leben so hart mit meinem Körper gearbeitet, wie jetzt. Trotzdem mag ich dieses neue Leben sehr – oder vielleicht gerade deshalb.

Wir arbeiten fieberhaft an unseren Gästezimmern und an der Eröffnung des Bed & Breakfast bis Ostern. In dem Zusammenhang waren wir in Västervik auf der Kommune. Neue Gesetze schreiben angeblich vor, das wir unsere vier Gästezimmer mit einer Feuersicherheit absichern müssen, wie ein großes Hotel. Ein Nachbar beschreibt die übertriebenen Forderungen so: „Hier in Schweden braucht man einen Gürtel und Hosenträger um die Hose zu halten!“ Aber so viel Geld für Feuerschutztüren mit Selbstschließer und externer Feuertreppe können und wollen wir nicht bezahlen, deshalb muss uns wieder mal etwas einfallen. Aber das wird es – ist es ja immer. Das zweite Meeting letzten Freitag war dann auch schon viel positiver. Ende dieser Woche sollen wir Bescheid bekommen, ob wir nun den Bauantrag stellen können und die Genehmigung zum Betreiben eines Bed & Breakfast bekommen. Wir sind zuversichtlich und heben den kurzzeitig, selbst auferlegten, Baustopp schon mal wieder auf.

Seit gestern können wir es sehen – der Winter geht seinem Ende entgegen. Wir haben schon nicht mehr daran geglaubt. Bis zum Schluss hatten wir satt Schnee und haben immer wieder viele Kilo von Dach heruntergeholt. Trotz der harten Arbeit konnte ich beim Schnee schieben  immer noch dieses zarte Blau sehen, wie wir es zuletzt auf dem Gletscher gesehen haben. Dieser Schnee war so rein, dass es mich immer wieder begeistert hat.
Nun werden die Tage wieder länger und das tut gut. Die Sonne scheint schon um 8 Uhr morgens in unsere Küche und ich denke immer wieder- wie schön muss das erst im Sommer sein. Als wir heute das Dach endgültig von seinen Schneemassen befreit haben, konnten wir sogar schon die Jacken ausziehen so warm war es in der Sonne. Leider hat das Tauwetter auch einen negativen Aspekt. Es tropft wieder in unserem Wohnzimmer. So bald das Wetter es zulässt, müssen wir das Dach in diesem Bereich erneuern.

Vor ein paar Tagen haben wir einfach mal die Kameras geschnappt und sind im Tal fotografieren gewesen. Wir wollten noch einmal einiges in diesem Weiß einfangen. Unterwegs haben wir einen alten Mann getroffen und ich habe mich getraut und ein wenig Schwedisch mit ihm gesprochen. Ich glaube er hat mich verstanden. 

Hier ein paar letzte Winterimpressionen aus unserem Tal.

        

Auch Frau Amsel wollen wir euch nicht vorenthalten. Sie hat das Futterhaus teilweisen heftig verteidigt und nur selten konnte ein anderer Vogel sich ein Körnchen „stehlen“.

Am Donnerstag haben wir noch einmal Holz von einem Nachbarn bekommen. Nun haben wir es tatsächlich geschafft uns über die kalten Tage zu hangeln. Als wir unseren Anhänger zu Kalle fahren wollten, streikt auf einmal das Auto. Ich habe Claus zur Starthilfe geholt, doch als wir zurück kamen standen schon zwei der Nachbarn da und haben diskutiert. Da habe ich die Situation gleich genutzt und sie auf schwedisch zu meinem ersten Backtag eingeladen. Am Sonnabend war es dann soweit. Früh um 4 Uhr hat der Wecker geklingelt. Schnell war ich in meinem gewohnten Rythmus wieder drin und alles lief wie am Schnürchen. Fred ist um 5 Uhr dazu gekommen und so waren wir auch pünktlich um 9 Uhr mit allem fertig. Das war auch gut so, denn wir hatten den Nachbarn gesagt dass sie ab 9 Uhr kommen können. Ein paar Minuten nach 9 Uhr standen auf einmal 9 Leute vor der Tür und wir waren zugegebener Weise etwas überfordert. Aber allen hat es gut gefallen und sie haben das Brot und auch den Kuchen sehr gelobt. Auch die Gelegenheit so zusammen zu sitzen ist sehr gut angekommen. Bis zum Abend hatten wir 15 Besucher und waren somit gut ausgelastet. Ich werde nun wieder jeden Freitag backen und freue mich darauf.

Heute kam Börja vorbei und hat uns das folgende Bild geschenkt. Wir freuen uns, das unsere Aktion so gut angekommen ist.

Die Unterschrift lautet:

Nachbarn zu Besuch bei Maren und Fred

Wenn das kein Lob ist… 

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