14. Februar 2010

Erst einmal allen die uns in China lesen ein gesundes und erfolgreiches Jahr des Tigers. Haben Donnerstag noch allen geschrieben, die uns eingefallen sind. Hier die Grußkarte für euch, die ihr das chinesische Neujahr feiert.

Schnee Schnee Schnee – so könnte man die Situation zusammenfassen. Das Foto zeigt unseren Garten und das Gartenhaus. Sind gerade wieder vom Dach geklettert, wo wir, ich weiß nicht wieviel, Schnee runter befördert haben. Es ist so viel, dass wir auf unserem Grundstück nicht mehr wissen wohin mit der weißen Pracht. Auch ich arbeite wie ein Mann. Nachts merken wir dann alle unsere Muskeln und die harte Arbeit fordert ihren Tribut. Trotzdem können wir den Winter noch schön finden! Meine Tante hat mir Bilder geschickt, auf denen wir deutlich erkennen können, dass es uns hier gut geht! Es gibt immer noch mehr und dieser Winter hat an vielen Orten für ordentliches Chaos gesorgt. Wir versuchen den Schaden – der uns durch das kaputte Dach bei Tauwetter droht – so gering wie möglich zu halten. Also immer wieder rauf aufs Flachdach und den Schnee runter geräumt.

Gestern haben wir beim Bauen eine Skandinavienkarte gefunden. Da haben wir noch einmal angesehen welche Strecke wir mit dem Fahrrad zurückgelegt haben. (Geschichte ist hier im Blog zu finden – für die, die neu hier mitlesen) Wir können es manchmal selbst nicht glauben, aber jetzt hilft es oft, besonders mir. Ich würde die harte Arbeit und die Rückschläge, die es so gibt, ohne diese Erfahrung sicher viel schlechter ertragen.
Björkhyddan nimmt langsam Gestalt an. Gestern hat Fred meine Bilder, die ich zum Thema Vietnam gemalt habe, in der Küche aufgehängt. Es sieht gleich viel wohnlicher aus.

Ja und der Edelstahltisch ist aus der Küche in die Backstube gewandert. Die Backstube wird immer mehr Backstube und ich denke schon in der kommenden Woche das erste Brot backen zu können. Fred hat sich in dem „Sonnenzimmer“ (wie wir es nennen wollen, weil dort den ganzen Tag die Sonne rein scheint) erst einmal eine kleine Werkstatt eingerichtet. Er braucht einen warmen Platz um zu arbeiten. Das „Büro“ wird auch immer mehr ein Platz zum arbeiten. Noch sind nicht alle Kisten verschwunden, aber immerhin kann ich wieder an unserem „großen“ Rechner arbeiten und eben diesen Blog schreiben. Fred baut gerade ein Waschbecken in einem unserer Gästebäder an. Das Bad benutzen wir im Moment, weil ja unseres noch nicht fertig ist. So finden wir genau heraus, was man alles so braucht und richten es entsprechend ein.

Seit Donnerstag sind wir jetzt schon Halbschweden, wie unser Freund Harald meint. Wir waren in Linköpping und haben unsere ID Karten abgeholt. Unsere Reisepässe werden jetzt verstaut und wir nutzen nur noch die schwedische ID. In diesem Zusammenhang haben wir natürlich den Tag in Ikea, Jula und anderen Einrichtungshäusern verbracht. Wir häufen Einrichtungsgegenstände für die Ferienwohnung „Gamla Huset“ an und kaufen natürlich viele Sachen zum Bauen. Ich habe diesmal einen Arbeitsanzug, bestehend aus einem Overal, Swetshirt und einer Wattejacke, bekommen. Bild folgt später, muss mich erst umziehen und Fred dazu überreden eine kleine Pause zu machen und mich abzulichten.
Langsam treffen die ersten Rechnungen für das Haus ein. Jetzt begreifen wir erst wie sehr uns die Vorbesitzerin ausgenommen hat. Sie hat ja nach dem Kauf des Hauses noch hier gewohnt, als wir in Deutschland waren. Aber die Elektrorechnung hat sie eben mal schnell auf unseren Namen umgemeldet und sich dann reichlich bedient. In den 15 Tagen im Dezember hat sie mehr Strom verbraucht als wir im ganzen Januar. Bei der Grube möchte sie sogar, dass wir die 11 Monate die sie hier gewohnt hat bezahlen. So nett sie am Anfang war – so schlimm ist es jetzt mit ihr. Wenn man bedenkt, dass sie das Haus preiswerter bekommen hat, weil das Dach undicht und die Grube veraltet ist und wir es somit zu teuer gekauft haben, dann sind die Rechnungen eher pille palle. Aber all das erfahren wir erst jetzt von den Nachbarn, die absolut nicht gut auf sie zu sprechen sind. Dem ganzen Dorf ist sie Geld schuldig geblieben. Wir versuchen zwar wenigsten ein Teil unseres Geldes zurückzubekommen, aber wer so hoch verschuldet ist … Da ist wohl nicht viel zu holen. Aber egal und gut nun! Wir lieben es hier. Uns gefällt der Ort, die freundlichen Nachbarn und die Möglichkeiten die das Haus und der Standort bieten. Ich habe in der letzten Woche angefangen im Chor zu singen. Das ist verrückt. Ich kann noch nicht viel schwedisch und singe schon im Chor mit. Margareta, unsere Nachberin, geht zusammen mit mir in diesen Chor. Sie hat extra gewechselt. So bekommen wir leichter Kontakt zu den Leuten hier. Sie kennen uns eh alle durch den Zeitungsartikel der schon 3 Tage nach dem wir das Haus gekauft hatten erschienen ist. Aber jetzt greife ich vor. Mache auch Schluss für heute, da ich noch an unserer Startgeschichte schreiben will. Ich ziehe mich schnell um und dann kommt das Foto!

                   

     Maren repariert unsere Eingangstür        Maren am Futterhaus  

Tja andere kaufen sich ein neues Kleid – ich mir ’ne Arbeitskombi!!!

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